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Die Kölner Kunst- und Museumsbibliothek vor dem AUS!

Aktuelle Meldung vom 8.12.2010

Aktuelle Meldung vom 2.11.2010

Pressemitteilung vom 14. September: Flashmob bringt Kölner Kunstbibliothek auf die Straße: Die Initiative Kölner Bücherschwarm protestiert mit einer Leseperformance vor dem Rathaus gegen die drohende Schließung der Kunst- und Museumsbibliothek


WDR-Interview am 14.07.2010 die Direktorin der KMB, Frau Dr. Elke Purpus

http://www.wdr3.de/mosaik/details/artikel/wdr-3-mosaik-9ef7a4935a.html

(Weitere Informationen zur Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln)

Der Protest gegen die aktuellen Sparpläne des Kölner Rates formiert sich. Er wird vom Verein der "Freunde der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln e. V." koordiniert. Im Anhang finden Sie ein entsprechendes Schreiben [s.u.]sowie eine Unterschriftenliste zur Auslage und Weiterverbreitung, mit der Bitte um Rücksendung bis zum 15.9.2010.
Beteiligen auch Sie sich mit allem Nachdruck an der Aktion gegen die Zerschlagung der KMB und des Rheinischen Bildarchivs, lassen Sie uns noch einmal alle Kräfte in der AKMB mobilisieren! Sammeln Sie Unterschriften, schreiben Sie kurze Protestnoten. Jede Äußerung zählt!
Es könnte am Ende die Existenz vieler unserer Einrichtungen gelten.

Mit Dank für Ihre Unterstützung und mit herzlichen Grüßen,

Sonja Benzner
1. Vorsitzende AKMB
Mitglied der "Freunde der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln
e. V."

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Ludwig Forum für Internationale Kunst
- Bibliothek -
Jülicher Straße 97-109
D-52070 Aachen
www.ludwigforum.de
T +49(0)241-1807-118
F +49(0)241-1807-101

 


Ergänzend zur schriftlichen Unterschriftensammlung steht seit 24. Juli 2010 eine Onlinepetition im Netz: http://bit.ly/b8WsoO

Bitte Mitzeichnen und Weiterleiten!!!


Schreiben des Vereins der "Freunde der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln e. V." vom 14.07.2010 (Brief als PDF-Datei)

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Zuge der Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen der Stadt Köln steht die Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (KMB) auf der Sparliste. D.h. die KMB soll geschlossen werden und das zu ihr gehörende Rheinische Bildarchiv soll dem Stadtarchiv zugeschlagen werden. Damit wird nicht nur eine der größten Dokumentationseinrichtungen zur Modernen Kunst und Fotografie zerschlagen, zusätzlich wird die Bibliothek – durch die Schließung – der Öffentlichkeit entzogen. Darüber hinaus würde eine jahrzehntelang gewachsene und mit öffentlichen Geldern geförderte Einrichtung und Wissenschaftsstruktur unwiederbringlich zerschlagen. Dies ist ein großer und nicht zu verantwortender Verlust nicht nur für Köln, sondern für die gesamte deutsche und internationale Kunst- und Wissenschaftslandschaft.

Als Förderverein der KMB bitten wir um eine knappe, aber eindeutige Stellungnahme von Ihnen zugunsten der KMB, als Dokumentationseinrichtung der Kunst, in ihrer Einheit von Bibliothek und Bildarchiv, die wir im Rahmen unserer öffentlichen Proteste gegen die Spar- und Streichungspläne verwenden dürfen.

Gleichzeitig haben wir dieser E-Mail eine Unterschriftenliste angehängt. Bitte unterschreiben Sie die Liste, sammeln vielleicht noch ein paar Unterschriften bei Ihren Kolleginnen und Kollegen und schicken sie dann uns bis zum 15. September 2010 zurück, damit wir Sie ebenfalls im Rahmen unserer öffentlichen Proteste verwenden dürfen

 Mit freundlichen Grüßen

Dr. Damian van Melis          Walther König           Professor Dr. Stefan Grohé


Petition der Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken Deutschlands (AKMB) gegen die Schließung der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln


Die Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln schließen, auflösen, zerschlagen?

Wie schon einmal im Jahr 2003, stellt sich die Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken (AKMB) mit allem Nachdruck hinter die Proteste gegen solche Pläne.
Die Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln ist ein tragender Baustein im Netzwerk der deutschen Kunstbibliotheken. Auf dem Gebiet ihrer Sammlungsschwerpunkte moderne und zeitgenössische Kunst, Kunst der Beneluxländer und Bildleistungen der Fotografie sucht sie ihresgleichen. Wer in diesem Bereich ernsthaft forschen möchte, kommt um die KMB nicht herum. Ihre Strahlkraft reicht zumal in Zeiten globaler Datenverfügbarkeit weit über Köln hinaus. Leserinnen und Leser nehmen weite Reisen auf sich, um die einzigartigen Bestände zu nutzen. Kaum jemand in der internationalen Gemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken zwischen Paris und London, New York und Washington, Vancouver oder Sydney, Buenos Aires oder Tokio, dem diese Einrichtung nicht ein Begriff wäre!
Jahrzehntelang hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft den Ausbau der Sammlungsschwerpunkte gefördert. Sollte das umsonst gewesen sein? In das Netz der kunsthistorischen Informationsversorgung Deutschlands würde die Auflösung der KMB eine empfindliche Lücke reißen, die keine andere Einrichtung gleich wo schließen könnte. Mit wachsendem zeitlichem Abstand gewinnt die Kunst des 20. Jahrhunderts immer mehr an Bedeutung für die Kunstwissenschaft – diese wird zunehmend auf Einrichtungen wie die KMB zurückgreifen wollen.

Politiker sprechen gern vom Wert der Bildung. Man möchte sie daran erinnern, dass es dafür Orte geben muss. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Lesesäle der KMB ein wunderbarer Ort geistiger Arbeit und Konzentration sind. Bei gleich bleibend schlechten personellen und finanziellen Bedingungen hat die KMB in den vergangenen Jahren ihre Serviceleistungen noch ausgebaut, die Öffnungszeiten verlängert, einen Dokumentlieferdienst eingeführt. Ihrer Bedeutung als wissenschaftliche Arbeitsbibliothek für die Kölner Museen und als öffentlich zugängliche Kunstbibliothek der Stadt Köln trug nicht zuletzt der Beschluss des Kölner Stadtrats vom 10.9.2009 über einen gemeinsamen Neubau für Historisches Archiv, KMB und Rheinisches Bildarchiv Rechnung. Endlich würde eine „räumlich angemessene Unterbringung der KMB und des Rheinischen Bildarchivs“ ermöglicht, „wodurch sich gewisse Synergieeffekte verwirklichen lassen“, so Kulturdezernent Georg Quander am 11.9.2009. Sollte die KMB nun - ein Jahr später - geschlossen werden, würden die Bestände der Benutzung entzogen, verlöre die Stadt ein weiteres Stück ihres kulturellen Gedächtnisses. Kann sie das ernsthaft wollen, auch und gerade nach dem „Höllensturz“ des Historischen Archivs? Der Imageschaden für die Stadt Köln wäre größer und nachhaltiger als jeder mögliche Spareffekt. Deshalb unser Appell an die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker: Erhalten Sie die Kunst- und Museumsbibliothek! Köln rühmt sich der offenen „Geisteshaltung einer Metropole“, Köln sei „Kultur pur“ und biete „beste Bildungschancen“ (www.stadt-koeln.de). Hier könnten Sie es beweisen!

Sonja Benzner
1. Vorsitzende
Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken Deutschlands (AKMB)

Aachen, Juli 2010
 


   
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